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Workshop "Lösungs(er)schaffende Interventionen im Umgang mit Konflikt- und Krisensituationen im Arbeitsfeld Schule "im Institut MitWirkung

11. und 12. Mai 2017 Anmeldungen über das Instiut MitWirkung im  Therapiezentrum Westerstede

Um was geht’s?

Konflikt- und Krisensituationen gehören zu unserem Leben. Jedes Verhalten das wir in Krisensituationen zeigen ergibt einen Sinn. Mit unseren jeweiligen Bewältigungsstrategien versuchen wir eine Lösung zu finden. Nicht alle dieser Lösungsansätze sind vereinbar mit den geltenden Normen und den dazugehörigen Regeln. Doch was auch immer wir tun, im Ergebnis soll es für uns selbst besser werden.

Fragen wir Kinder und Jugendliche im schulischen Kontext nach ihren guten Gründen für ihr zurückliegendes Verhalten, erhalten wir mit hoher Wahrscheinlichkeit sehr plausible Antworten. Es erschließt sich nicht immer sofort wofür es gut ist beispielsweise keine Hausaufgaben zu machen, reinzurufen ohne sich zu melden, sich nicht am Unterricht zu beteiligen, andere zu beleidigen oder zu schlagen, usw. Doch mit unserer Begleitung kann es Kindern und Jugendlichen gelingen ihr eigenes Verhalten besser zu verstehen und regelkonforme Lösungen für zukünftige Konflikte zu finden.

Die Fortbildung lädt dazu ein, Antworten auf die Frage zu finden, wie wir Kinder und Jugendliche auf diese Weise begleiten können. Handlungsorientiert werden die  individuellen Fähigkeiten der Teilnehmenden gestärkt, um Kinder und Jugendliche in Krisensituationen lösungsorientiert zu begleiten.  Sie lernen einen Möglichkeitsraum zu öffnen, in dem Kinder und Jugendliche neue Lösungen (er)finden können. Des Weiteren behandelt die Fortbildung den Zusammenhang zwischen dem Interventionsverhalten und den dazugehörigen institutionellen Rahmenbedingungen. Darüber hinaus gibt die Fortbildung einen Einblick in den WOWW Ansatz und das Programm von Ben Furman „ich schaff’s“.

WOWW steht für Working on What Works: „Mach mehr von dem, was funktioniert!“. Darin drückt sich eindrucksvoll die konsequent ressourcenorientierte Haltung aus, die statt der Suche nach Problemen die Potenziale und Kompetenzen der Kinder in den Blick nimmt. Dieser Ansatz macht auch in Deutschland Schule und zeigt vielerorts, dass Veränderungen hin zum erwünschten Zustand durch gegenseitige Wertschätzung und den Blick auf Ressourcen möglich sind. Das „ich schaff’s“ Programm zielt auf das individuelle trainieren neuer Fähigkeiten. Es ist so konzipiert,  dass es pädagogische Fachkräfte befähigt, auf spielerische Art und Weise, Kinder darin zu unterstützen neue Fähigkeiten zu lernen.

Inhalte:

  • Lösungs- und ressourcenorientierte Prozessbegleitung vor, während und nach Krisensituationen
  • Körperübungen zum Thema Balance und Selbstkontrolle
  • Sprache effektiv und wirksam einsetzen, so dass Handeln freigesetzt wird
  • Auf der körperlichen, verbalen und mentalen Ebene den Unterschied zwischen Fremd- und Selbststeuerung mithilfe von Rollenspielen erfahren
  • Einladungen hin zur Kooperation gestalten/ Raum für Veränderung anbieten
  • Entwicklung von Interventionskonzepten, Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen für lösungs(er)schaffende Interventionen
  • Kennen lernen des WOWW Ansatzes und des Programmes „ich schaff’s“

Ziele:                             

  • Reflektieren eigener Verhaltensweisen in Konflikt-, Krisen- und Gewaltsituation
  • Eskalierende Situationen erkennen und das Muster von Machtkämpfen auflösen
  • Kennen lernen und erproben lösungs(er)schaffender Interventionen
  • Institutionelle Rahmenbedingungen für lösungsorientierte Krisenintervention kennen lernen.

Zielpublikum:                  

  • Alle Interessierte aus pädagogischen und psychotherapeutischen Berufsgruppen, Interessierte, …)

 


Veröffentlichung des Artikels: "Work on what works (WOWW) – Wertschätzung offenbart wahre Wunder! " – ein Erfahrungsbericht aus der Praxis – Martin Baumgartner-Kuschel & Johanna Lohmann. Buch

 

Erschienen in: Vogt, Manfred (Hrsg.): WOWW in Aktion, Lösungsfokussierte Praxis macht Schule. Dortmund 2015, S. 69 – 83.

 

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